
Vom Plastikproblem zur Geschenkbombe
Eine Schweizer Tradition, über 40 Tonnen Plastikabfall pro Jahr – und die Überzeugung, dass der besondere Moment auch anders möglich sein muss.

Eine Million Tischbomben. Jedes Jahr.
Die Tischbombe ist ein Schweizer Traditionsprodukt. Rund eine Million Stück werden jährlich produziert, drei Viertel davon für den Schweizer Markt.
Doch allein ihre Kunststoffteile verursachen über 40 Tonnen Abfall pro Jahr – noch ohne den Inhalt. Das Ziel war deshalb radikal klar: eine Tischbombe, die zu 100 Prozent plastikfrei und recyclebar ist.
Testen, scheitern, weiter testen.


Der Weg zur Zulassung
Januar 2023
Die Entwicklung beginnt: Mechanik verstehen, Alternativmaterialien prüfen, Vorschriften klären und erste Versuchstypen aus Karton bauen.
Sommer 2023
Es funktioniert: Sämtliche Kunststoffteile lassen sich durch Karton ersetzen. Nun werden Material und Konstruktion weiter optimiert.
12. Dezember 2023
Die Schweizer Patentanmeldung «Tischbombe und Verfahren zur Herstellung von Tischbomben» wird eingereicht.
Februar 2024
Nach der EU-Baumusterprüfung in Österreich erhält die Geschenkbombe ihre CE-Zulassung für den europäischen Raum.
Juli 2024
Die Schweizer Zulassung und die Herstellungsbewilligung werden erteilt. Aus dem Prototyp kann ein echtes Schweizer Produkt werden.
Aus einer Idee wird eine geprüfte Konstruktion.
Im Dezember 2023 wurde die Konstruktion zum Patent angemeldet. Darauf folgten die EU-Baumusterprüfung in Österreich, die CE-Zulassung und das Schweizer Zulassungsverfahren.
Im Juli 2024 waren sowohl die Schweizer Zulassung als auch die Herstellungsbewilligung erteilt.





Der Moment bleibt. Das Plastik nicht.
Heute gibt es rund zwanzig Motive und eine wachsende Zahl an Verkaufsstellen in der ganzen Schweiz.
Die Hülle und der Mechanismus bestehen aus Karton. Produziert wird in der Schweiz – mit derselben Beharrlichkeit, mit der 2023 alles begann.
